Brennpunkt: Irak


Aktueller könnte der ’Brennpunkte’ wohl kaum sein. Als eine neue Reportagen-Reihe der Season 2003 blicken wir auf ein Land in Nahost, welches schon viele Male kritische Momente erlebte. Angefangen vom Krieg um die Ölquellen bis hin zu religiösen Fragen und den ’Heiligen Krieg.’ Geh auf die Reise in die Vergangenheit und lass die Geschichte Revue passieren, um auch heute im Konflikt zwischen den USA und dem Irak mitreden zu können.

Geplante Reportagen
 
1. Beziehungen der internationalen Staaten zum Irak
2. Krisen im Zeitrahmen der Geschichte (bis 1980)
3. Der Erste Golfkrieg (1980 – 1988)
4. Die Zeit danach (1988 – 1990)
5. Die Anti-Irak-Koalition (Zweite Golfkrieg, 1990 – 1991)
6. Der Schiiten Krieg (1991- 1995)
7. USA-Irak-Krise (ab 1998)
Landkarte Nahost
Bildnachweis: Universität Hamburg, Fachbereich Sozialwissenschaften; Krisenregionen sind rot-markierte Länder.


Editorial Um einen Startpunkt für die Brennpunkt-Reportage ’Irak’ festzulegen, versetzen wir uns ins 19. Jahrhundert. England war Mitte des 19. Jahrhunderts die erste westliche Macht, die Handelsvertreter in den Irak entsandte. Über die eigentlichen Interessen sind sich Historiker heute ziemlich einig: Man war wohl weniger daran interessiert mit dem Irak Handel zu treiben, als vielmehr einen günstigen Seeweg nach Indien, dem damaligen Ballungszentrum des Handels, zu bekommen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass bereits 1861 die erste englische Dampfschifffahrtsgesellschaft gegründet wird. Damit kann England seine internationale Position und seine Handelsinteressen international stärken.

1914 war der Einfluss Englands im Irak so groß, dass das Land unter vollständiger Kontrolle britischer Truppen stand. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ein taktischer Vorzug, denn je mehr besetzte Gebiete eine westliche Macht hatte, umso mehr konnte es mit seiner Überlegenheit auf andere Staaten wirken. Mit Ende des Krieges, 1918 wurde der Irak der Britischen Regierung als Mandatsgebiet vom Völkerbund übergeben. Die Briten hielten den Irak noch bis 1920 besetzt, vereinbarten danach einen so genannten ’Bündnis- und Schutzvertrag’ über 20 Jahre zwischen beiden Ländern. Mit diesem Vertrag sicherte sich England natürlich die Verfügungsgewalt und unbedingte Loyalität des Iraks.

Dann entdeckte man das ’Schwarze Gold’. Sehr schnell war England die Bedeutung des Erdöls für die Welt klar: So vergab die Britische Regierung die meisten Förderkonzessionen an internationale Firmen und verdiente sich eine ’goldene Nase’. Bis 1940 ein Regierungswechsel im Irak stattfand…

 


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