cine moments: Driving Miss Daisy
Okay, ein cine moment 2009 geht noch: Miss Daisy und ihr Chauffeur. Der Film kam heute vor genau 20 Jahren in die US-Kinos und gehört neben E.T. zu meinen absoluten Favoriten.
Atlanta 1948. Als die exzentrische Daisy Werthan, Witwe eines reichen jüdischen Textilfabrikanten, ihren Chrysler in den Vorgarten ihrer Nachbarn setzt, kündigt die Versicherung ihr die Police. Miss Daisys Sohn Boolie stellt daraufhin gegen den Protest seiner Mutter einen Chauffeur ein. Der schwarze Hoke, Anfang sechzig und ebenfalls verwitwet, soll von nun an Miss Daisy zur Synagoge, zur Bücherei und zu ihren wöchentlichen Mah-Jongg-Partien fahren. Die 72-Jährige, der der Unfall äußerst peinlich war, wehrt sich zuerst standhaft gegen die Bevormundung ihres Sohnes. Sie weigert sich, auf der Rückbank ihres Wagens Platz zu nehmen, und ignoriert den Chauffeur. Mit Beharrlichkeit gelingt es Hoke eines Tages, Miss Daisy von seiner Nützlichkeit zu überzeugen, als sie sich allein zu Fuß zum nächsten Lebensmittelgeschäft aufmacht und er ihr in dem nagelneuen Hudson folgt und sie zum Mitfahren einlädt…
KinoweltTV-Trailer, courtesy by YouTube™
Soweit so gut. Aus der anfänglichen Abneigung entwickelt sich über die Jahre eine Freundschaft zwischen Beiden. Ungewöhnlich in einer Zeit, in der die Rassentrennung noch ein Thema ist. Als Miss Daisy später an Altersdemenz erkrankt und ihr Haus verlassen muss, bleibt Hoke nur Miss Daisy gelegentlich im Pflegeheim zu besuchen.
Der Film ist fantastisches Hollywood-Kino und eine Hommage an die Freundschaft und das Anderssein. Für ihre Rolle als Miss Daisy gewann Jessica Tandy 1990 einen Oscar®. Zudem wird der Film als Bester von der Academy ausgezeichnet und kann zwei weitere Oscars® für bestes adaptiertes Drehbuch und Make-Up abräumen. Mit drei Golden Globes prämiert, gehört Driving Miss Daisy schon heute zu den Klassikern der Filmgeschichte. Musikalisch setzt Hans Zimmer mit dem Film-Score Akzente, die den Wiedererkennungswert unverkennbar machen. Für seine Filmmusik wird er u. a. für den Grammy nominiert.
Kritikern möchte ich an dieser Stelle noch schreiben: Fürs nächste Mal tease ich meinen Lieblings-SciFi-Knaller an. Nur das niemand auf die Idee kommt, ich präsentiere nur Family-, Dramen- und Schmuse-Schinken bei den cine moments
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Am 4. März 2010 um 19:24 Uhr
[...] neues 2010. Zum Start in die neue Dekade habe ich mir gleich ein riesen Ei ins Netz gelegt: Mit der Ankündigung meines Lieblings-SciFi-Knaller bei den cine moments kann ich heute ja nun keinen anderen Film [...]
Am 21. April 2010 um 23:55 Uhr
Thank you was of interest.
Am 16. Juli 2010 um 20:44 Uhr
Thanks so much for such a great blog, that was a nice reading!